Survival of the Fittest

16. Mai 2007 – 10:05:00

Anlässlich des World Business Forum in Frankfurt im letzten Herbst hatte ich das Vergnügen von hochkarätigen Referenten wie dem früheren Bürgermeister von New York Rudy Giuliani, Tom Peters, Helmut Kohl oder dem Erfinder der Balanced Scorecard Robert Kaplan zu lernen.

Zwei Erfahrungen sind mir besonders in Erinnerung geblieben: Tom Peters hat aufgezeigt, wie Unternehmen langfrisitg überleben können – was aber leider nur wenige schaffen. Vergleicht man nämlich die Liste der heute börsenkotierten Unternehmen mit derjenigen vor 80 Jahren, sind nur ganz wenige Namen auf beiden Listen vertreten. Das zeigt in erschreckender Weise wie schwierig es ist als Unternehmen nachhaltig erfolgreich zu sein. Interessant dabei: Die allermeisten Firmen überleben die ersten 25 Jahre nicht. Doch was macht eine Unternehmung langfristig überlebensfähig? Ich denke, da hat uns Charles Darwin schon das Wesentliche gelehrt: „Survival of the Fittest.“ ist seine These, was soviel bedeutet, wie dass diejenigen überleben, die sich optimal einer sich veränderenden Situation anpassen können. auf den punkt gebracht, bedeutet das für Unternehmen, dass sie sich ihre Wandlungsfähigkeit bewahren und diese auch ständig trainieren müssen. Nur so können sie überleben.

Dazu hat Malcolm Gladwell eindrücklich aufgezeigt wie und weshalb sich Veränderungen oder Trends in der Breite durchsetzen. Ein Aspekt seiner Erkenntnisse ist das „Reframing“, was soviel bedeutet, wie eine Sache oder ein Produkt in einen neuen Rahmen setzen. Das Beispiel dafür ist Apple. Die Firma zeigt seit Jahren wie man sich durch ein laufendes „Refraiming“ seiner Unternehmensleistung seine Wandlungsfähigkeit erhält und seine Innovationskraft schärft und damit die Chancen erhöht nachhaltig erfolgreich zu sein.

Der i-pod war weder der erste mp3-Player noch ist er der wahrscheinlich am Besten technologisch entwickelte. Trotzdem hat er sich durchgesetzt. Und das eben gerade deshalb, weil er sich wohltuend vom Rest der Player abhebt. Er ist simpel zu bedienen, wird ohne komplizierte technologische Function- & Feature-Liste geliefert und kommt in einem ansprechenden Design daher. Auch in der Werbung wird nicht über die Technologie geworben, sondern über Design und Lifestyle. So hebt sich das Produkt klar von den technologiegetriebenen Anbietern ab. Das Produkt vereinfacht das Leben der Kunden und nicht umgekehrt. Denn etwas wird sich garantiert auch in tausend Jahren nicht verändern: Kunden wollen keine Produkte kaufen, die ihr leben komplizierter machen. 

Von Tom Buser | Kategorie: Unternehmensentwicklung
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